Medizin an Bord

•••  Gesund an Bord (1999)
Schon seit Jahren beschäftige ich mich mit der Schnittstelle eines Hobbies – des Segelns – und meines Berufs – der Medizin. Die Erfahrungen mit großen und kleinen Wehwehchen an Bord, in der Bucht oder in der Marina führten dazu, dass ich mich entschloss, daraus ein Buch zu machen.
Bereits vor seinem Erscheinen war mir klar, dass es zugleich ein medizinisches "Hausbuch für Alle" sein würde: Denn das meiste kann genauso an Land passieren – abgesehen von der Seekrankheit. Das Buch kann in der segelfreien Zeit durchaus zu Hause bereitstehen. Ich selbst benutze es gerne bei Landreisen – es gehört zur allgemeinen Reisemedizin.

Zugleich ein
"Medizinisches Hausbuch"
für Alle!

    (Verlagsankündigung) Zahnschmerzen, Bauchweh oder Fieber sind im Leben immer drin. Und für einen verstauchten Knöchel reicht oft eine kleine Unaufmerksamkeit, ein falscher Schritt. Wenn das an Land passiert, ist ärztliche Hilfe meist nicht weit. Auf hoher See jedoch sieht das ganz anders aus. Bei den Amerikanern heißt es dann: "The crew must be the doctor". Dann ist ruhiges Überlegen und medizinisches Know–how gefragt, um mit dem Notfall richtig umzugehen. Der Autor, selbst ein erfahrener Mediziner und Blauwassersegler, beschreibt systematisch und leicht verständlich, mit welchen Krankheiten und Verletzungen man an Bord rechnen muss und wie man diese behandelt und sagt, wann man Hilfe von außen anfordern sollte. Dieses umfassende Nachschlagewerk leistet freilich nicht nur auf See, sondern auch bei der Vorbereitung der Reise wertvolle Hilfe.
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•••  Fit und gesund an Bord gehen – und es auch bleiben

Das ist zunächst nur eine Formel. Praktische Ratschläge zur schnellen Orientierung finden sich in "Medizin & Sport (Segeln)" (ein Interview mit Dr. Praetorius), für ältere Segler siehe unten auf dieser Seite. Zur Vorbereitung eines Arztkontaktes siehe Kapitel "Reisemedizin" und Checkliste. Für "Reisende mit Vorerkrankungen" gibt es ein sehr gutes Buch aus dem Centrum für Reisemedizin; dazu von mir eine informative Buchbesprechung (2009).

Mit obiger Formel kann man aber auch das Problem der Seekrankheit beschreiben. Denn sie wird häufig schon durch falsches Verhalten an Land vorbereitet und an Bord zu spät beachtet. Dann gibt es kein Zaubermittel, aber einfache Tricks wie die richtige Kopfhaltung: Uralte Medizin, neu gelernt von der Raumfahrt - und die hat es von mittelalterlichen Potentaten! Und warum wird man "landkrank" – nach der Seereise? Wer sich gründlich mit dem Thema beschäftigen will und vor allem wissen möchte, warum wir so unterschiedlich reagieren, dem sei der folgende Text empfohlen:

Praetorius F:
  Die Seekrankheit
Nautische Nachrichten 4/2002, 34–47 PDF     Kurzgefaßt: Zeitungs- (2008) oder Radio-Interview 2009.
Editorial (2005): »Für uns Segler ist die Seekrankheit eines der wichtigsten Themen. Kein Wunder, denn Übelkeit - medizinisch „Nausea“, vom griechischen Wort „Naus“ für Schiff - lässt keine Lebensfreude aufkommen und vertreibt manchem Segler Freude und Spaß an seinem Sport. Noch gravierender ist die Tatsache, dass bei Seekrankheit die Sicherheit auf See massiv eingeschränkt werden kann — und leider ebenso durch vorbeugend eingenommene Medikamente..... Dr. Frank Praetorius hat in diesem schon vor einiger Zeit in den "Nautischen Nachrichten" erschienenen Artikel die Hintergründe, ablaufenden Mechanismen und Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung dargestellt.«

•••  Medizinische Vorbereitung für Weltumsegler und für Tropenfahrt
    Hier geht es um sehr spezielle ärztliche Kenntnisse, weshalb auf das Kapitel Reisemedizin verwiesen werden darf. Den Einstieg zu einer persönlichen ärztlichen Beratung kann man mit Hilfe der Kreuzer–Abteilung des DSV finden:  Beratung für Charter, Blauwasser- und Tropenfahrt, aktualisierter (zuletzt 2007) reise- und tropenmedizinischer Informationsservice für über 200 Länder und Regionen der Erde). Das Buch "Reisen mit Vorerkrankungen" (2006) konnte ich in einer Rezension sehr empfehlen.
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•••  Überleben in kaltem Wasser (2004)
    Kein allzu angenehmes Thema – was passiert, wenn der Segler oder einer seiner Mitsegler in kaltem Wasser über Bord geht? Nicht immer wird in tropischen Gegenden gesegelt, in denen bei einem "Mann–über–Bord" gänzlich andere Gefahren drohen. In kaltem Wasser hingegen sind selbst erfahrene Schwimmer oft nicht dazu in der Lage, sich selbst zu retten. Der Artikel erläutert dieses Phänomen und zeigt geeignete Gegenmaßnahmen auf.

    In den letzten Jahrzehnten war die Lehre von der Unterkühlung maßgebend – diese gilt nach wie vor, beschreibt aber nur ein Drittel der Unglücksfälle in kalter See. Die größte Gefahr ist das so genannte Schwimmversagen: Zwar hält der Körperkern noch eine Weile seine Wärme, aber Muskulatur und Nerven der Arme und Beine kühlen sehr rasch ab ...

    Der Text kann hier zum persönlichen Gebrauch heruntergeladen werden:
      Überleben im (eis–)kalten Wasser – Nur von der Unterkühlungsdauer abhängig?
    Von Dr. med. Frank Praetorius

Antarktistörn 1999 – vgl. den Seeleoparden
(Photo: F. Praetorius )
    In: NAUTISCHE NACHRICHTEN 4/2004: 33–36  PDF       Leider typisch 18.3.08: Ein wichtiger Unfallgrund (!?)

    Auf Bitten der Verbandszeitschrift erschien eine attraktive Neufassung für Ruderer, die im Wintertraining viel näher an der Kälte sind:
    "Eiskalt erwischt - wie Ruderer ihre Überlebenschancen im kalten Wasser verbessern können", gemeinsam mit C–F Ratz in "Rudersport" 2006 / 124: 8–10  PDF    ). Probleme beim Kentern auf dem Main in Frankfurt. Für die Kitesurfer siehe 'Kitelife' 01/2007: 34-35  , für Motorboote 'Skipper' 3/2007: 82–86. Und auch etwas für Film-Fans ('Titanic').

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•••  Wassersport im Alter

"Segeln fördert die Fitness und schult die Koordination" (F. P. 2008, dort auch:)

"Mit dem Alter lässt die Reaktionsfähigkeit des Gleichgewichtsorgans nach, sodass Ältere nicht so schnell seekrank werden"

Praetorius F:
Fahrtensegeln im Rentenalter (free PDF)
Nautische Nachrichten (NNKA) 4/2007, 39–42    (PDF für Mitglieder der Kreuzer–Abteilung)   auf Anfrage
Editorial: »Das Durchschnittsalter der Fahrtensegler liegt bei 60 +/- 15 Jahren. Die Mehrheit hat es also bereits erreicht oder in absehbarer Zeit vor sich. Dr. med. Frank Praetorius, aus dem Vorstand der Kreuzer-Abteilung, hat sich mit dem Fahrtensegeln im Rentenalter aus sportmedizinischer Sicht beschäftigt. Er kommt zu dem ermutigenden Ergebnis, ..."dass konstantes Segeln im Alter Gesundheit und Kondition fördert, und unterwegs die Wahrscheinlichkeit von medizinischen Zwischenfällen gegenüber dem Landleben eher gering ist."... Eigentlich haben wir's ja schon immer gewusst, dass Segeln genial ist – jetzt haben wir noch einen Supergrund um uns auf den nächsten Törn zu freuen.«

    Praetorius F: Fit für den Wassersport. IBN - Das Wassersportmagazin für den Bodensee (IBN 08/2007: 30-32)  PDF  
    Über Gefahren durch Herzkrankheiten, Hitze, Flüssigkeitsmangel und Bandscheibenprobleme. Und über Altersgrenzen, Einhandsegeln, Trainingsmöglichkeiten im Alter. Die Ratschläge gelten nicht nur für Silberlocken …


•••  Medizin an Bord: Medizin–Box für Sportboote
Medizin-Box
Editorial (NNKA): Ratgeber zur Ausstattung von Sportbooten mit Medikamenten und medizinischen Hilsmitteln. - Der Ratgeber enthält eine aktuelle Medikamentenliste, die eine sinnvolle Zusammenstellung der Ausstattung erleichtert.

Aus der Einleitung: »Segler als Bootseigner können sich sowohl im gewohnten Küstenbereich wie auch auf sorgfältig geplanter Langfahrt befinden. Für Chartersegler sind weltweit viele Reviere relativ leicht erreichbar – jedes mit spezifischen Gesundheitsrisiken...
Aus diesen Gründen wird für Sportboote eine Einteilung der Medikamente und medizinischen Hilfsmittel nach Reisebereichen bevorzugt, bei welcher die Erreichbarkeit von ärztlicher Hilfe und von Medikamenten das wesentliche Kriterium ist.
Die Medizin-Box für Sportboote stellt die Zusammenführung von Medikamentenbox und Erste-Hilfe-Box dar. Beide Bestandteile können auch getrennt aufbewahrt werden. Die Medikamenten-Box ist je nach Fahrtgebiet unterschiedlich zusammengesetzt.«
* [zum Schnuppern die Auflage von 2009 (PDF)]                    [Liste]
Zu "Praxis und Theorie der Wundversorgung" siehe "Erste Hilfe bei Verletzungen" (NNKA 3/2009, 34–45), Wundbehandlung an Bord, und meine Rezension 2009. seitenanfang
 
www.frank-praetorius.deDr. Frank Praetorius 50º 04,6´N / 08º 45,8´E.  Lauterbornweg 27, 63069 Offenbach am Main, Germany, Phone +49 (69) 84 34 45, Fax +49 (69) 83 83 78 03      E-Mail: frank.praetorius@gmx.net